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"Belastende" Arbeit

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Beitrag  Fabelhaft Di März 17, 2009 4:59 pm

Hallo, Leute

Da hier ja einige Ausbilder und auch Reiter in höheren, heisst M und aufwärts, Dressurklassen unterwegs sind, möchte ich eine Frage stellen, die mir schon seit geraumer Zeit im Kopf herumspuckt,
Mein Pferd ist jetzt 7jährig, seit etwa Ende Oktober arbeiten wir an den M-Lektionen, seit Januar relativ intensiv, konkret geht es mir vor allem um die Seitengänge. Intensiv bedeutet, dass mindestens an 4 Tagen die Woche (Pferd wird 5mal geritten) an Seitengängen gearbeitet wird. Ich weiß, dass inbesondere Travers und Traversalen Sehnen, Bänder und Gelenkknorpel belasten, daher hatte ich ursprünglich mal geplant, diese Sachen nur 2mal die Woche abzufragen. Meistens kommt es aber anders als man denkt, denn meinem Pferd fallen Trabtraversalen ziemlich schwer und wir müssen schon etwas intensiver daran arbeiten, sonst wird das nix oder dauert bis in alle Ewigkeit, bis der da mal so durchschnurrt wie ich mir das vorstelle.
So, nun habe ich aber immer die körperliche Belastung im Hinterkopf und versuche an anderer Stelle zu schonen, aber so ganz klappt das natürlich nicht und zwischendurch muß ich auch mal eine Trabverstärkung abfragen.
Wäre es sinnvoll, irgendein Pülverchen zuzufüttern, um das etwas zu unterstützen, kann ja auch kurweise sein? Andererseits denke ich mir, ein bißchen was muß ein Pferd auch abkönnen, andere gehen in dem Alter S und überleben es auch. Ich mache nach dem reiten immer nasse, kalte Wickel mit dicken Wollbandagen drüber um alle 4 Beine, wurde mir auch von meinem TA empfohlen, da das entzündungshemmend wirkt. Ich könnte ihn natürlich fragen, ob ich was füttern soll, aber der gute Mann will sicher auch verkaufen Cool .
Ich achte sehr auf die Figur meines Pferdes, damit er nicht zu dick wird, denn das belastet ja auch; er bekommt viel Bewegung im Schritt (Führanlage und Laufband) und ich wärme mindestens 20 Minuten im Schritt auf.
Was meint Ihr, wie habt Ihr das gehandhabt? Was super wäre, wäre einen Magnetfelddecke, das weiß ich, aber die Investition ist mir im Moment leider zu viel, das Geld wird in ein Zahnimplantat für mich fliessen, hat mein Pferd leider Pech rabbit .
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Beitrag  Admin Di März 17, 2009 5:10 pm

Mal abgesehen davon, dass Travers, Renvers, Traversalen und SH die Bänder und Sehnen nicht mehr belasten als enge Volten, höre einfach auf dein Pferd. Das wird dir schon zeigen, wenn's ihm zu viel wird. Statt der Zufütterung von irgendwelchen Präparaten, die die TA-Kasse kräftig klingeln lassen, würde ich die Schritt-Aufwärm-Phasen von 20 auf 30 min. verlängern und entsprechende cool-down Phasen einbauen sowie penibelst den Reit-Boden & Beschlag beachten. Steck' die Kohle mal getrost in dein Implantat ;-)

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Beitrag  Fabelhaft Di März 17, 2009 5:17 pm

Very Happy Also, unsere Böden sind alle super, darauf wird bei uns genauestens geachtet, denn da laufen ja auch ein paar Tierchen von nicht ganz geringem Wert drüber, meiner ist dabei im Gesamtbild eher Kategorie "billig", sozusagen. Beschlag ist sehr gut, TA und Schmied haben das abgestimmt.

30 Minuten aufwärmen? Ist zwar echt lange, aber im Endeffekt die Variante mit dem wenigsten Aufwand.
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Beitrag  Admin Di März 17, 2009 5:21 pm

... und die effektivste ;-)

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Beitrag  Puppenfee Di März 17, 2009 8:58 pm

Ich hätte da weniger Bedenken - und 30 Minuten wären mir zu lang, ehrlich gesagt. Wichtiger ist eigentlich, dass die Phasen, in denen Du die Seitengänge reitest, nicht zu lang werden. Seitengänge oft reiten ist nicht so schlimm wie oft lange Seitengänge reiten. Bei uns überstehen das eigentlich alle Pferde gut, vor allem in dem Alter. Allerdings kannte ich mal einen "Spezialisten", der die 4- und 5jährigen ständig vorhatte mit Travers und Traversalen, abwechseln mit Verstärkungen versteht sich. Da hatten seltsamerweise drei Pferde hintereinander Sehnenschäden.

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Beitrag  Admin Mi März 18, 2009 12:03 am

... das oft aber nicht lange ist natürlich ein überaus wichtiger Aspekt. Gut, dass Puppenfee das noch einmal so deutlich macht.

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Beitrag  Fabelhaft Mi März 18, 2009 10:54 am

Wir machen das noch auf die "einfache" Art, also Traversalen von der Mittellinie zur Bande und davon auch oft nur den halben Weg, je nachdem, wie er sich anstellt. Wenn 5 Tritte zufriedenstellend waren, reite ich geradeaus weiter.
Mein RL hat letzte Woche mal eine ganze Traversale durch die Diagonale geritten, aber das macht wenn dann erstmal nur er und er reitet nur einmal die Woche.

Was ich allerdings schon ganze langen Seiten mache ist Schulterherein und das auch gerne im Wechsel mit Renvers, ich finde das eine super Übung, um ihn seitlich geschmeidig zu bekommen. Er findest das auf der rechten Hand zwar sch***, aber da muß er durch, denke ich, oder?!
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Beitrag  Puppenfee Mi März 18, 2009 11:34 am

Jep, da muß er durch. Das eigentlich anstrengende an den Seitengängen ist ja, dass damit - und eigentlich nur damit - die Tragkraft entwickelt wird, die Du für die Versammlung brauchst. Und jedes Pferd hat ein Hinterbein, mit dem es das nicht so toll findet. Ein paar Tritte traversieren oder auch mal eine ganze Diagonale ist wirklich nicht das Problem, da solltest Du Dir nicht so viele Gedanken machen.

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Beitrag  Grandessa Mi März 18, 2009 11:48 am

Vor und nach dem Reiten BOT-Gamaschen evtl. fördert die Durchblutung, wären evtl. noch eine Maßnahme - dann könntest Du Dir auch diese Wickel sparen.

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Beitrag  Fabelhaft Mi März 18, 2009 1:25 pm

Über BOT habe ich auch schonmal nachgedacht - aber mir erschliesst sich nicht so ganz die Funktion. Und für 4 Beine kostet das ja auch nicht wenig.

Das eigentlich anstrengende an den Seitengängen ist ja, dass damit - und eigentlich nur damit - die Tragkraft entwickelt wird, die Du für die Versammlung brauchst. Und jedes Pferd hat ein Hinterbein, mit dem es das nicht so toll findet.
Das erklärt, warum man mit ihm theoretisch mit Pirouettenarbeit anfangen könnte und warum er mit den Galopptraversalen null Probleme hat. Im Galopp lässt er sich quasi auf dem Teller galoppieren, weil seine Galoppade schon von Natur aus sehr schön rund und gesetzt ist. Im Trab mussten wir schon einiges "reinreiten", er kann zwar schön einen auf Show machen und strampelt dann vorne nur in der Luft rum, aber das Hinterbein kam da lange Zeit nicht mit. Und ich denke, deshalb merkt man jetzt in den Seitengängen im Trab, dass das für ihn schwerer ist.
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Beitrag  Grandessa Mi März 18, 2009 5:06 pm

Die Funktion der BOT-Sachen ist eben die Durchblutungsförderung (also das gleiche was Du mit Deinen Wickeln auch machst) - in dem Stoff sind Keramikteilchen die die Körperwärme reflektieren und wieder an den Körper zurückgeben mit Tiefenwirkung. Ist auch nach Verletzungen, Sehnenschäden usw. heilungsfördernd - hat mir sogar mein TA empfohlen.
Guck mal hier: http://www.backontrack.nu/FCKeditor/File/Tyska/BayernsPferde%20nr8-07%20low%20res.pdf?PHPSESSID=8dd7cfdd9bb942bf2fed6a3900cbc210 - benutzt auch Isabell Werth Very Happy oder hier www.reha-deutschland.de.

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Beitrag  Fabelhaft Mi März 18, 2009 5:17 pm

Ja, ich hab mir das schonmal vor längerer Zeit angeschaut, als er die FT-Reizung hatte.

Weisst Du, jeder Körper (also auch eine normale Wollbandage als Beispiel) reflektiert Infrarot-Strahlen, was nichts anderes ist als Körperwärme. Auf der Website stand ausserdem, dass diese Keramikfasern mit Polyesterfasern bei Temperaturen um 1000° verarbeitet werden. Vielleicht habe ich nicht richtig gelesen, aber ich komme aus der Kunststoffindustrie und kein Kunststoff dieser Welt - und ein Polyester schon gar nicht - hält die Bereiche aus, da ist schon deutlich früher Schicht im Schacht.
Daher erschien mir das nicht so ganz seriös.
Ich weiß, dass viele von dem Zeug ganz begeistert sind, aber ich bin skeptisch. Diese nassen Wickel hat mir auch mein TA empfohlen und mein Pferd geniesst total , wenn die Beine erst mit sehr warmem Wasser abgeschwammt werden (ist ja wie Massage) und dann nasse kalte Unterlagen drumkommen.
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Beitrag  Grandessa Mi März 18, 2009 6:23 pm

OK - mach wie Du meinst. War ja auch nur ein Tipp und ich kenne viele (auch Menschen mit Rückenproblemen) wo es wirklich was bringt. Kann aber natürlich durchaus sein, daß andere Methoden das gleiche Ergebnis erzielen.

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Beitrag  Fabelhaft Mi März 18, 2009 6:42 pm

Versteh mich nicht falsch - ich meinte das ganz neutral Very Happy . Ich habe ja auch schon von vielen gehört die auf das Zeug schwören, aber in mir regen sich da eben gewisse Zweifel, gibt es denn dazu wissenschaftliche Studien? Ich hab auch nicht an Magnetfeld geglaubt, bis ich es selbst ausprobiert habe.
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Beitrag  Grandessa Do März 19, 2009 10:54 am

So so eine Skeptikerin!
Von wissenschaftlichen Studien weiß ich nichts bzw. nur das was dort auf den Internet-Seiten steht darüber.
Meine Nichte, die Tiermedizin studiert, hat allerdings über Back-on-Track eine Semesterarbeit geschrieben und über Wochen an verschiedenen Pferden die Erzeugnisse getestet und ist von den Produkten sehr überzeugt seitdem. Back-on-track hat ihr übrigens auf Anfrage freundlicherweise eine komplette Ausstattung für ihre "Studie" zur Verfügung gestellt und ich denke, das würden die nicht machen, wenn sie mit negativen Ergebnissen rechnen würden....

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